100 Jahre Burgenland und das Österreichische Bundesheer

AUFRUF

Einst – im Spätherbst 1921 – kam es zum ersten Einsatz des Österreichischen Bundesheeres.

Nach dem Zusammenbruch der Österreich-Ungarischen Monarchie wurde zwar zwei Jahre davor im Friedensvertrag von St. Germain-en-Laye 1919 durch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs bestimmt, dass „Deutsch-Westungarn“ als Teil des Königreiches Ungarn zur Republik Österreich kommen sollte. Doch trotz des mit Ungarn abgeschlossenen Staatsvertrages von Trianon zögerte sich die Gebietsübergabe hinaus. Bewaffnete ungarische Freischärler, von ihrer Regierung unterstützt, versuchten mit Gewalt eine Angliederung an Österreich, in dem sie Verwaltungsorgane und Gendarmerie attackierten.

Schließlich marschierte das Bundesheer am 11. November 1921 mit 3.200 Soldaten in das Gebiet und schuf zur Erleichterung der Zivilbevölkerung klare Verhältnisse.

Heute unterstützt unser Heer den Kampf gegen einen unsichtbaren Feind – Covid 19.

Im Dezember sind „neben“ dem sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Staatsgrenze 140 Männer und Frauen unter der Verantwortung des Militärkommandos im Einsatz gegen die Pandemie. Einmal mehr gilt es, aus dem Stand heraus dort Hilfe zu leisten, wo andere nicht mehr können. Mit großem Planungsgeschick und Organisationsvermögen der verantwortlichen Offiziere scheint die Durchführung der Massentestung gegen das Virus durchaus gelungen. Freilich in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern vom Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariterbund und Freiwilligen. Ob der Slogan von „Wer verteidigen kann, kann auch helfen“ auch den Umkehrschluss zulässt, darf bezweifelt werden. Dafür wären allerdings andere in die Pflicht zu nehmen. Den im Einsatz stehenden ist jedenfalls Respekt zu zollen und für ihren Dienst an der Allgemeinheit zu danken.

Zwischen Einst und Heute liegen demnächst 100 Jahre, in denen es innerhalb unserer Landesgrenzen zu denkwürdigen Einsätzen des Heeres gekommen ist. Dies zu dokumentieren wäre wohl eine vornehme Aufgabe der Offiziersgesellschaft Burgenland.

Wir suchen hierzu seitens des Vorstands Zeitzeugen unter dem Motto „Ich erinnere mich“ sowie Bildmaterial für eine Fotodokumentation. Dabei freuen wir uns auch über Erlebnisschilderungen bzw. Fotos aus dem Bundesheeralltag. Beiträge erbitten wir an unser Vorstandsmitglied

Ing. Norbert Pingitzer

norbipingi@a1.net oder postalisch an Michael Koch Straße 33 in 7210 Mattersburg.

Gemeinsam könnten wir es schaffen!